In Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2014 sollte das weitere Vorgehen einer Klimaschutzstrategie 2040 vom Gemeinderat auf seiner Sitzung vom 19. Mai 2026 festgelegt werden. Das umfasst 17 Maßnahmen, von denen die AfD-Fraktion vier an der Zahl zustimmte und den Rest verwarf. Leitmotiv der AfD-Fraktion war eine Strategie der Vermeidung eines zusätzlichen Personalbedarfs und die Betonung der Eigenverantwortung der Bürger. Auf die desolate Haushaltslage wurde von der AfD-Fraktion verwiesen und die Streichung folgender Punkte für sinnvoll erachtet (die zugestimmten Punkte in Klammer):
1 „Beratungsangebot für Bürger*innen zur energetischen Sanierung“. Denn das bedeutet konkret eine „Festlegung zusätzlicher Beratungsangebote …“
2 „Machbarkeitsstudie zur klimaneutralen Wärmeversorgung der Stadt“. Hier stellte die AfD-Fraktion in Aussicht zuzustimmen, wenn eine Machbarkeitsstudie für die Nutzung von Flusswärme eingefügt wird. Bürgermeister Rein erklärte, am Thema dran zu sein, aber die Aufnahme des dazugehörigen Punktes bedeutete dies nicht. Für eine bis 2040 reichende Strategie blieb das nach zwei Jahren Diskussion am Thema zu unverbindlich, also Ablehnung.
3 „Beleuchtungsumstellung in kommunalen Liegenschaften“. Laut den Erläuterung der Vorlage (auf S. 25) ist das mit einem hohen Aufwand, bei nur geringem Minderungspotential verbunden. Daher mangels Effektivität streichen. Das schließt nicht aus, einfach Leuchtmittel bei Gelegenheit einfach zu ersetzen.
4. „Gesamtsanierungsstrategie für öffentliche Gebäude erstellen“. Dazu muss die Situation im Bestand erfasst und eine „externe Energieberatung“ erfolgen. Zu finanzaufwendig, Ablehnung.
5 „Speicherprojekte steuern und ermöglichen“. Das ist Sache der Wirtschaft, nicht der Stadt . Volkswirtschaftlich bleibt das nachteilig, da Speichertechnologie Kopsten verursacht und energetische Doppelstrukturen mit ihr nötig bleiben. Speicher können zwar kurzfristige eine Stromüberproduktion speichern, aber nicht für den Winter, was eine Speicherung über mehrere Wochen hinweg erfordern würde. Also streichen.
6 „PV-Beratung für Bürger*innen“. Die Stichworte hierzu lauten „Planung“, „Bewerbung“, „Kampagne“ und „Evaluierung“. Das kostet alles Geld, also streichen.
7 „Kommunale Netzinfratruktur verbessern“. Warum das die Stadt alles leisten soll und nicht bei Bedarf andere, die davon profitieren, bleibt unklar. Streichen.
(8 „PV auf Wasserflächen“. Wird akzeptiert.)
9. „Ausbau von Radabstellmöglichkeiten“. Das erfordert kein groß angelegtes und damit personalaufwendiges Konzept. Die Umsetzung von Maßnahmen mit offensichtlichem Bedarf wie namentlich am Bahnhof sollte reichen. Insofern Ablehnung.
(10 „Radverkehrskonzept, Radwege- und Infrastrukturausbau“. Das ist in Abstiimmung mit Nachbargemeinden gedacht und geht über den Istzustand hinaus, was versucht werden kann.)
(11 „Fahrradreparatur unterstützen und bewerben.“ Das beinhaltet Servicepoints (derer es schon wenige in Breisach gibt) und beinahltet auch die Stärkung z.B. von Repaircafes, die sinnvoll sind. Angenommen.)
12 „Lastenradnutzung fördern“. Lastenräder setzen sich auf dem Markt durch, wenn sie von Nutzern als nützlich gelten. Das regelt der Markt. Ablehnung.
13 „Stadtgrün fördern und Prozesse vereinfachen“. Das beinhaltet Kontakltstellen für Baumpflanzungen und Begrünungsprojekte. Das erhöht den Personalbedarf. Streichen.
14 „Beratung zur Begrünung von privaten Gärten und Fassaden“. Das erfordert Beratungspersonal. Streichen.
15 „Öffentlichkeitswirksame Aktionen zu Klimaschutz und Präsenz in Stdteilen“ Das beinhaltet z.B. Stadtradeln. Aktionismus ist aber nicht Staatsangelegenheit, das können Umweltorganisationen veranstalten. Streichen.
16 „Bildungsprojekte für Klimaschutz an Schulen und Kitas“. Das Thema Klimaschutz ist nicht neu. Kinder und Jugendliche sopllen slebständiges Denken erlernen, also Mathematik und Sprachen, das ist zu gewährleisten, nicht Durchführung von Klima-„Aktionen“. Ablehnung.
(17 „Nachhaltige Beschaffung in der Kommunalverwaltung“. Das entsprichtz einem innerbetrieblichen Umweltmanagement und ist zustimmungsfähig.)
Von den anderen Fraktionen wurde nicht einer der 17 Punkte abgelehnt.
(V. Kempf, 25.5.2026)
Zur Vorlage Klimaschutzstrategie Breisach am Rhein